SVS dreht das Spiel in Oberkotzau
Auswärtssieg
Ein echter Kraftakt für den Favoriten: Die SpVgg Selbitz gerät in der Kreisliga 1 bei der Bezirksligareserve der SpVgg Oberkotzau II zunächst in Rückstand.
Im ersten Spiel des 6. Spieltags der Fußball-Kreisliga 1 fuhr die SpVgg Selbitz einen knappen 2:1 (0:1)-Auswärtssieg bei der SpVgg Oberkotzau II ein. Ein Arbeitssieg, wie Gäste-Coach Markus Bächer später bestätigte. „Regen, Kunstrasen, Freitagabend – das ist nicht angenehm, aber solche Spiel musst du erst mal gewinnen“, so Bächer.
Die Gäste hatten zu Beginn mehr Ballkontrolle und ließen den Ball gut in den eigenen Reihen laufen. Doch mit viel Kampf und Mut fand die Bezirksliga-Reserve der SVO zusehends besser in die Partie. Nach einem Eckball auf den kurzen Pfosten brachte Herb die Heimelf in der 31. Minute schließlich nicht unverdient in Führung. Für Selbitz-Trainer Markus Bächer passte dieses Gegentor ins Bild der Anfangsphase: „In der ersten Halbzeit waren wir nicht wirklich im Spiel. Typisch, dass man dann auch noch durch einen Standard in Rückstand gerät.“ Oberkotzau war in der Phase nach dem Treffer das bessere Team auf dem Platz. Auch SVO-Trainer Holger Löhner lobte den Auftritt seiner Mannschaft vor der Pause: „Heute war Selbitz ein Gegner, den wir gut bespielt und weit weg vom Tor gehalten haben.“
Im zweiten Spielabschnitt kam Selbitz dann jedoch mit Wut im Bauch aus der Kabine und setzte die Gastgeber enorm unter Druck. In dieser starken Gäste-Phase des Spiels erzielten der Favorit zunächst den Ausgleichstreffer durch Durkan (56.) und wenig später durch Schaller (64.) sogar die Führung. „In der zweiten Halbzeit hat Selbitz mehr Druck gemacht, wir hatten keine Entlastung nach vorn mehr, daher kamen viele Bälle zurück auf die Kette“, analysierte Löhner den Einbruch. „Diesen Druck konnten wir lange standhalten, aber nicht bis zum Schluss.“ Selbitz-Coach Bächer sah es ähnlich: „In der zweiten Halbzeit waren wir dann klar besser und hatten auch eine gute Druckphase, in der wir das Spiel gedreht haben.“
Die SVO II probierte im Anschluss, das Spielgeschehen wieder ausgeglichener zu gestalten, was allerdings nicht immer gelang. Die Heimelf warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorn, aber ein weiterer Treffer wollte nicht mehr fallen. „Es fehlte vorn die Durchschlagskraft, um doch noch mal die Wende zu bringen“, räumte Löhner ein, zog nach der Niederlage aber ein kämpferisches Fazit: „Es ist trotzdem bitter, wenn du gegen einen Favoriten 1:2 verlierst, obwohl du nicht die schlechtere Mannschaft warst. Aber wir werden uns schon noch belohnen.“
Markus Bächer atmete nach dem Schlusspfiff derweil spürbar auf: „Es war ein Arbeitssieg, aber verdient. Es war ein ekliges Spiel, das du einfach gewinnen musst. Und das haben wir getan.“
Bastian Schmidt, Noah Franz, Mohammad Maaruf Al Ahmed (28' Louis Hermann), Tobias Kuttler (58' Alexander Hoerner), Lars Herb, Fritz Häffner, Theodor Wulff, Niklas Päselt, Luca Fiebrich, Kevin Neumann (84' Korbinian Sellnow), Marcin Czaban
Ersatz: Moritz Schichl, Paul Kemnitzer, Jonas FickenscherMaximilian Stumpf, Niclas Hechtfischer, Benjamin Zekic, Hannes Färber (67' Maximilian Stumpf), Timo Jung, Durkan Ünal (89' Eralp Caliskan), Markus Schaller, Hamo Ramadan (67' Emre Akgün), Ahmet Gezer (68' Burhan Gezer), Harun Yobas (78' Jonas Zekic), Marcel Findeiß
Ersatz: Martin Maier, Rusian Stuzhnyi, Torsten DrechselTobias Kuttler (37'), Lars Herb (59'), Korbinian Sellnow (88')
























