Landesliga, 33. Spieltag
Samstag, 13.05.2017, 14:00 Uhr
REWE-Arena Selbitz
SpVgg Selbitz 1  :  0 FSV-Erlangen-Bruck
P.Hager (55.)        
Schiedsrichter:  Davina Haupt (Poppenhausen) Zuschauer: 205
Mit einer starken Vorstellung bietet die SpVgg Selbitz den angereisten Titelaspiranten aus Erlangen die Stirn. Pascal Hager erzielt kurz nach dem Seitenwechsel den Treffer der Tages.
 
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Im letzten Heimspiel der Saison bot die SpVgg Selbitz ihren treuen Anhängern noch einmal eine prima Leistung. Obwohl es für die Frankenwäldler mehr oder weniger um nichts mehr geht, bauten Winter, Mallik und Co noch einmal genügend Motivation auf, um den angereisten Titelkandidaten FSV Erlangen Bruck aus allen Meisterträumen zu reißen. "Meine Mannschaft hat Charakter gezeigt und alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Die drei Erlanger Schlüsselspieler Lunz, Drießlein und Seybold haben wir aus dem Spiel bekommen. Defensiv haben wir ihnen keine Räume zum kombinieren gelassen", war Trainer Henrik Schödel stolz auf die vorangegangenen neunzig Minuten, die äußerst Kurzweilig waren und jede Menge Spannung boten.
 
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Bereits in den Anfangsminuten zeichnete sich ab, dass die Frankenwäldler noch lange nicht im "Sommerpausen-Modus" sind. Zunächst übernahm nämlich die Schödel-Elf die Initiative. Die als Tabellenführer angereisten Gäste, die von einem guten Dutzend stimmgewaltigen Schlachtenbummlern begleitet waren, erwachten erst nach einer Viertelstunde aus ihrer Lethargie. Tim Basener hatte die ersten beiden Torabschlüsse zu verzeichnen. Der erste Versuch stellte Mario Möschwitzer vor keine Probleme und der zweite Abschluss ging über den Querbalken. Erlangen kam im Verlauf der ersten Hälfte zwar zu immer mehr Spielanteilen, viel fiel ihnen gegen die kompakt und gut verschiebende Selbitzer Defensive aber nicht ein. Und wenn sich die Gäste im engmaschigen Selbitzer Verbund mal wieder verhedderten, ging bei der SpVgg über Bernegg, Damrot und Schuberth blitzschnell die Post nach Vorne ab. So entsprang in der 32. Spielminute auch die bis Dato größte Chance der Partie. Hager stibitzte sich von Özdemir das Leder und schickte Schuberth auf die Reise. Der zündete den Turbo und schüttelte zwei Gästeverteidiger einfach ab, frei vor Torwart Hofmann kam er aber ins straucheln und blieb am Erlanger Schlussmann hängen. Das hätte die Führung sein müssen, dachten sich die gut 200 Zuschauer, zumindest die, die es mit den Frankenwäldlern halten.
 
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Kurz nach dem Seitenwechsel durften die Selbitzer Anhänger trotzdem jubeln. Eine Winter-Ecke köpfte Mallik in Richtung Tor, den Abpraller nagelte Hager aus Nahdistanz volley ins Netz. Der Treffer traf Erlangen ins Mark. Wie schon im ersten Abschnitt fiel den Mittelfranken um die beiden ehemaligen Regionalliga-Kicker Lunz und Seybold herzlich wenig ein. Lediglich einmal blitzte Lunz fußballerische Qualität auf, als er mit einem tödlichen Pass in die Schnittstelle Foth bediente, der aber im glänzend reagierenden Möschwitzer seinen Meister fand. Auch auf der Gegenseite rückte Torsteher Hofmann noch einmal in den Mittelpunkt. Nach einem Konter räumte er Schuberth kurz vor dem Sechzehnereck in Kung Fu-Manier ab. Schiedsrichterin Davina Haupt beließ es bei einer Verwarnung. Den fälligen Freistoß jagte Winter übers Tor. In der Schlussphase warfen die Erlanger noch einmal alles nach Vorne. Aber mehr als ein Schüsschen von Seybold und einem schwach getretenen Freistoß von Drießlein brachte der enttäuschende Titelaspirant nicht mehr zu Stande.
 
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Trainer Normann Wagner war nach dem Spielende sichtlich bedient: "Das ging heute kräftig in die Hose. Wir wollten laufstärker, präsenter und galliger sein. Es war heute reine Kopfsache. Der Gegner hat es uns schwer gemacht und nicht unverdient gewonnen. Jetzt gilt es für uns zumindest die Relegation zu erreichen". Um in einer möglichen Aufstiegsrelegation zu bestehen, werden sich die Erlanger aber mächtig strecken müssen. In Selbitz hatte man sich von den ambitionierten "Bruckern" wesentlich mehr erwartet. Was die rundum gute Leistung der Spielvereinigung aber nicht ins falsche Licht rücken soll. Kevin Winter und Thomas Mallik, die beide den Verein zum Saisonende verlassen werden, gewannen im Mittelfeld eine Vielzahl von Zweikämpfen. Neben ihnen ist aus einer starken Selbitzer Mannschaft noch der unermüdlich rackernde Hager und der kompromisslose Spindler hervorzuheben.    
 
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Winter und Mallik gehen, Schmidt kommt
 
Wie die SpVgg Selbitz mitteilt, werden Kevin Winter und Thomas Mallik den Frankenwald-Klub zum Saisonende verlassen. "Beide haben unsere Angebote abgelehnt und suchen eine neue Herausforderung", verkündet Selbitz´ Sportlicher Leiter Norbert Drobny. Neu zur Spielvereinigung stößt mit Nico Schmidt ein talentierter Spieler aus Bayreuth. Schmidt, der im defensiven Mittelfeld beheimatet ist, durchlief unter anderem auch die Jugendabteilung der SpVgg Bayern Hof. Im Herrenbereich brachte es der 20-Jährige auf acht Bayernliga Einsätze für die Hofer Bayern, ehe er sich letztes Jahr der SpVgg Bayreuth II anschloss, wo Schmidt mit 32 Einsätzen (fünf Tore) zum Leistungsträger des Landesligisten avancierte. 

Es berichtete: Thomas Popp ; Bilder: Quelle: Jochen Bake (www.frankenpost.de)

Aufstellung SpVgg Selbitz Aufstellung FSV Erlangen-Bruck
 1  Mario Möschwitzer (C) 1  Axel Hofmanngelbe karte
 3  Pascal Spindler 3  Jan Sperber
4  Thomas Mallik 5  Hayri Özdemirgelbe karte
5  Yannick Schuberthauswechslung 9  Tim Basenerauswechslung
 7  Martin Damrotgelbe karte 10  Simon Drießlein
 10  Kevin Winter 12  Thomas Wilkegelbe karteauswechslung
14  Felix Edelmanngelbe karte  13  Oliver Seybold
17  Maximilian Langgelbe karte 16  Rafael Hinrichsauswechslung
22  Marco Bernegggelbe karteauswechslung 17  Daniel Arapoglu
25  Pascal Hagerauswechslung 18  Philipp Viereckl
28  Niklas Hüblergelbe karte 27  Bastian Lunz (C)
Ersatz Ersatz
29  Andreas Schall (ETW)  99  Denis Wiesinger (ETW)
16  Hannes Häßlerauswechslung 2  Timm Raumer
19  Lucas Herrmannauswechslung  4  Marco Napolitano
 21  Fabia Ouvinaauswechslung 6  Paul Schulze-Zachau auswechslung
    7  Timur Zenginer
    11  Mario Fothauswechslung
    14  Sezer Bantakauswechslung
Trainer Trainer
 Hernik Schödel  Normann Wagner