Landesliga, 25. Spieltag
Samstag, 18.03.2017, 14:00 Uhr
Sportzentrum Kornburg
TSV Kornburg 2 : 1 SpVgg Selbitz

Cagler (8.)

Setula (53.)

       Thierauf (18.)
Schiedsrichter:  J.Schädle (Wörnitzstein-Berg) Zuschauer: 160

Wieder das alte Lied bei der SV. Gutes Spiel abgeliefert, eine Mehrzahl an Torchancen herausgespielt, allerseits Komplimente für die beherzte Spielweise eingeheimst, um am Ende doch wieder mit leeren Händen dazustehen. Nach der Partie meinte TSV-Trainerfuchs Herbert Heidenreich:“ Wir hatten noch nie so eine Halbzeit in der wir so wenig in der gegnerischen Hälfte waren wie heute vor der Pause. Ich bin richtig froh über den Sieg, denn das war ein hartes Stück Arbeit gegen einen starken Gegner, der seine Punkte zum Klassenerhalt sicherlich noch holen wird“. Zu dem haderten die Gäste in einigen stittigen Szenen mit Unparteiischen. Ein aberkannter Treffer und zwei nicht gegebene Strafstöße lassen einen fadenscheinigen Beigeschmack an der Leistung des Spielleiters.

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Selbitz hatte sich vorgenommen sich beim Aufstiegsfavoriten nicht zu verstecken und so legten die Schödel-Schützlinge auch los. Mit heftigen Windböen im Rücken versuchte man mit langen Bälle über die Außenpositionen hinter die TSV-Abwehr zu gelangen. Bereits nach wenigen erreichte eine Hereingabe von der rechten Torauslinie den in der Mitte lauernden Hager. Dieser bugsierte aus dem Getümmel heraus das Spielgerät auch mit dem Kopf in die Maschen. Allerdings versagte der Schiedsrichter, zur Aufregung der Gäste, dem Treffer wegen angeblicher Torwartbehinderung die Anerkennung – eine grenzwertige Entscheidung. Im Gegenzug viel im Anschluss an eine Ecke dann postwendend die Führung für den TSV. Möschwitzer wurde bei einer Faustabwehr von einem Heimangreifer in der Luft angegangen, dies blieb wiederum ungeahndet. Den dadurch zu kurz abgewehrte Ball hämmerte zunächst Dutt dan den Pfosten, und nach mehreren weiteren Versuchen jagte Spielmacher Caglar dann das Spielgerät ins Tor.

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Selbitz zeigte sich unbeeindruckt und schon 2 Zeigerumdrehungen später lauerte Hager nach einem weiten Freistoß am langen Pfosten, konnte das Spielgerät aber nur ans Außennetz platzieren. Die Gäste drängten weiter auf den Ausgleich. Ein Damrot Schuß, nach einer guten Viertelstunde, war allerdings zu zentral angesetzt. Die Heimelf hingegen wurde stets gefährlich wenn sie schnell über die Außenbahnen nach Vorne spielte. Ein sehenswerter Flankenlauf von Dutt landete in der 16.Minunte bei Kowal, der allerdings aus 10 Metern übers Tor schoss. Quasi im Gegegenzug dann der verdiente Ausgleichstreffer für die Oberfranken. Eine Hübler-Flanke landete bei Bernegg, der auf den besser postieren Thierauf zurücklegte. Der Winterneuzugang des SV jagte den Ball aus 20 Metern unhaltbar ins Tordreieck der Gastgeber. Nachdem TW Möschwitzer in der 20.Min. In höchster Not per Fußabwehr klären musste war es auf der Gegenseite Bernegg der sich durch die gesamte Hintermannschaft tankte, jedoch allein vor dem Keeper etwas zu hoch zielte. Selbitz hatte mit den raffiniert ausgeführten Kornburger Standards seine liebe Mühe. So auch bei einer Ecke in der 33.Min., als Olschewski am höchsten stieg und haarscharf über Tordreick köpfte. Die größte Möglichkeit für die Gäste vor der Pause hatte Schuberth auf dem Fuß. Nach einem – mit Windunterstützung – weiten Abschlag seines Keepers enteilte er in halbrechter Position seinen Gegenspieler und steuerte auf das TSV-Gehäuse zu. Aus etwas zu spitzem Winkel scheiterte er mit seinem Abschluss am gut parierenden Akbala.

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Nach dem Pausentee war Selbitz noch nicht richtig sortiert als ein TSV-Angreifer auf der rechten Seite zum flanken kam, Dutt vollkommen freistehend vor dem Kasten aber das Kunststück fertig brachte die Hereingabe aus 5 Metern in den 3.Stock zu jagen. Für Kornburg das Startzeichen um einen Zahn zuzulegen. In dieser Phase brachte die Gästeelf kein konstruktives Aufbauspiel mehr zu Stande. Leichtfertige Ballverluste erleichterten dem Favoriten immer wieder blitzschnelle Gegenangriffe über die gefährlichen Aussenspieler zu inszinieren, allerdings ohne entscheidend zum Abschluss zu kommen. Anders in der 55.Min. als ein langer Pass auf die rechte Seite die Selbitzer Abwehr alt aussehen lies. Die folgende Hereingabe konnten gleich 3 Gästespieler nicht unterbinden. Der Ball erreichte Setla im Strafraum, der vollkommen blank stand. Der polnische Torjäger des TSV hatte alle Zeit um Möschwitzer ganz routiniert keinerlei Abwehrmöglichkeit zu lassen. Die SV lies nur kurz die Köpfe hängen und versuchte alles um erneut auszugleichen. In der 57.Min. Erreichte ein öffnender Pass von Winter auf der rechten Angriffsseite den schnellen Schuberth, der sich bis an die Torauslinie durchsetzen konnte. Seine scharfe Eingabe erreichte Hager am kurzen Pfosten. Dieser zog volley ab, scheiterte aber am glänzend reagierenden Akbala. In der 66.Min. forderten die Gäste einen Strafstoß. Der unermüdlich rackernde Hager wurde nach einer Hereingabe in den Strafraum von hinten umgegrätscht. Der SR lies zunächst Vorteil laufen, da im Hintergrund Damrot freistehend an den Ball kam. Der jedoch schob das Leder zu halbherzig dem TSV-Keeper in die Arme. Keine 5 Minuten später war es erneut Hager, der im Anschluss an einen Freistoß im im gegnerischen Strafraum zu Fall gebracht wurde. Aber auch hier drückte der Unparteiische zu Gunsten der Heimelf beide Augen zu. Aus dem Hintergrund hatte zwar Winter noch die Möglichkeit abzuziehen, sein strammer Schuß wurde letztendlich zur Ecke abgewehrt. Selbitz setzte nun alles auf eine Karte und die Heimelf stand unter Dauerdruck. In der 83.Min. hatte man auf Seiten der Gäste schon den Torschrei auf den Lippen. Eine feine Kombination über Thierauf und Hager landete beim eingewechselten US-Boy Rolph. Der machte zwar beim Abschluss alles richtig, aber irgendwie brachte ein TSV-Spieler noch sein Bein dazwischen und konnte in so höchster Not für den schon geschlagenen Keeper retten. Dies sollte die letzte gefährliche Aktion der Oberfranken in einer rasanten und fairen Landesligapartie sein. Die Heimelf brachte mit Glück und Geschick, aber auch abgezockt das knappe Ergebnis über die 5-minütige Nachspielzeit.

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Gästetrainer Schödel haderte nach dem Spiel wieder mit den vielen liegengelassenen Möglichkeiten „Das heute war eine Kopie unser 4 Spiele nach der Winterpause. Wir lassen einfach zu viele Chancen liegen. Positiv ist aber auch, dass die Mannschaft nach Rückschlägen immer wieder Gas gibt und sich viele Chancen kreiert. Schlimmer wäre es, wenn wir gar keine Möglichkeiten hätten. Irgendwann belohnen wir uns auch wieder für den enormen Aufwand“.

Es berichtete: Norbert Drobny;  Fotos: www.fupa.net

 

Aufstellung TSV Kornburg Aufstellung SpVgg Selbitz
27   Tugay Akbakla  1  Mario Möschwitzer (C)
 3  Yanick Uschold Yannick Schuberthauswechslung
 Oliver Schmidt  Florian Thierauf
 Artur Dutt  Martin Damrot
 Jackson Luis Ruziski 10  Kevin Wintergelbe karte
 11  Kevin Schwarz 14  Felix Edelmann
12   Pawel Kowalauswechslung  17  Maximilian Lang
 16  Berkan Caglargelbe karteauswechslung  22  Marco Berneggauswechslung
17   Michael Eberhardt (C)auswechslung  25  Pascal Hager
20   Tim Olschewski  28  Niklas Hübler
 22  Adam Setlagelbe karte  31  Marcel Findeißgelbe karte
Ersatz Ersatz
 1  Arthur Ockert (ETW)  23  Yasin Yilmaz (ETW)
 Alexander Dünfelderauswechslung 3  Pascal Spindler
 Mario Feulner  4  Thomas Mallikauswechslung
15   Alexander Tulliusauswechslung 18 Victor Rolphauswechslung
 21  Marvin Lenzauswechslung 30  Ahmet Gezer
Trainer Trainer
 Herbert Heidenreich  Henrik Schödel