Mit zwei Kantersiegen im Gepäck reist die SpVgg Selbitz morgen Nachmittag zuversichtlich nach Erlangen. Gegen den ambitionierten Aufstiegsfavoriten aus der Siemensstadt haben die Frankenwäldler nichts zu verlieren.

Nach den zwei Kantersiegen gegen den SSV Kasendorf und den FSV Bayreuth herrscht im Lager der SpVgg Selbitz allerbeste Laune. "Das tut nach den turbulenten letzten Wochen richtig gut", gesteht Trainer Henrik Schödel. Ausruhen ist aber nicht. Nach den beiden Schlusslichtern wartet morgen mit dem FSV Erlangen-Bruck, Anstoß 14 Uhr, nämlich eine ganz andere Hausnummer auf die Frankenwäldler. Der ehemalige Bayern- und Regionalligist nahm vor der Saison mächtig Geld in die Hand. Im 100-Jährigen bestehen des Vereins schrieben sich die Brucker den Aufstieg auf die Fahne. Mit Tom Jäckel und Bastian Lunz aus Schweinfurt, sowie Oliver Seybold aus Bamberg konnten erfahrene Regionalliga-Kicker an Land gezogen werden. Aktuell liegt der FSV sechs Zähler hinter der Tabellenspitze und ist seit vier Wochen (drei Siege, ein Remis) ungeschlagen. Doch chancenlos fährt die SpVgg Selbitz gewiss nicht in die Universitätsstadt. Neben der guten Form kann die Schödel-Elf auch auf die positive Statistik gegen Erlangen verweisen: Je zweimal in der Bayern- und zweimal in der Landesliga kreuzten sich die Wege der beiden Klubs. Und jedes mal ging Selbitz als Sieger hervor. "Wir haben in den letzten zwei Spielen den Grundstein gelegt, dass wir selbstbewusst und befreit nach Erlangen fahren können", sieht Schödel dem morgigen Sonntagsausflug gelassen entgegen. Als Basis soll die neu gewonnene Defensivstärke dienen. In den letzten drei Begegnungen stand hinten die Null. Gegen die Erlanger Offensive um "Sturmbulle" Tom Jäckel dürfte die Serie aber auf eine harte Zerreißprobe gestellt werden. Personell sind wenige Änderungen zu erwarten. Einzig hinter dem gegen Bayreuth stark aufspielenden, zweifachen Torschützen Pascal Hager steht ein Fragezeichen. Der Stürmer musste unter der Woche mit Knieproblemen kürzer treten. "Sein Ausfall wäre bitter. Risiko gehen wir auf keinen Fall, wenn es geht spielt er, wenn nicht, haben wir andere Alternativen zur Verfügung", kann Schödel derzeit - bis auf Schott und Ersatztorhüter Yilmaz - auf seinen gesamten Kader zurückgreifen.

Aufgebot: Möschwitzer - Spindler, Mallik, Schuberth, Damrot, Winter, Frank, Edelmann, Lang, Pavel, Bernegg, Hager, Patriche, Hübler, Gezer, Findeiß;