Die SpVgg Selbitz und der FC Vorwärts Röslau hinken der Musik in der Landesliga Nordost hinterher. Die Frankenwäldler warten seit vier, die Fichtelgebirgler seit drei Partien auf einen Sieg. Heute Nachmittag, Anstoß 15 Uhr, treffen beide aufeinander.

Vor gerade einmal zwei Jahren lieferten sich die SpVgg Selbitz und der FC Vorwärts Röslau noch ein hartnäckiges Kopf an Kopf Rennen um den Aufstieg in die Bayernliga. Zwei Serien später sieht die Realität ganz anders aus. Beide Mannschaften darben im hinteren Mittelfeld einer von mittelfränkischen Teams dominierten Liga. Geblieben ist eins: Die Rivalität. Beide Mannschaften balgen sich nach der SpVgg Bayern Hof um die Nummer Zwei im Landkreis. "Die letzten Derbys waren immer voller Zündstoff, zumal diesmal schon ein Hauch von Abstiegskampf weht. Zumindest ist es für beide sehr richtungsweisend", bringt es der Selbitzer Vorstand Gerhard Färber auf den Punkt. Nach vier Niederlagen in Folge ist die Stimmung im Selbitzer Lager nicht gerade auf dem Siedepunkt. Trotzdem macht der letzte Auftritt gegen Baiersdorfer Mut. "Wenn du hinten stehst fehlt einfach das Glück. Baiersdorf macht aus vier Chancen drei Tore, wir aus sechs eben nur zwei", erklärt Trainer Henrik Schödel den derzeitigen Unterschied. Trotz der Niederlage konnte Schödel dem Spiel auch positives abgewinnen: "Wir haben uns endlich mal wieder Chancen herausgespielt und druckvoll in die Spitze gespielt". Größte Baustelle ist und bleibt aber die Defensivarbeit. In den letzten drei Spielen setzte es erneut elf Gegentore. Insgesamt kommen die Blau-Weißen auf einen Schnitt von 2,3 Gegentore pro Spiel, was auf Dauer die Bilanz eines Absteigers darstellt. Gegen Röslau dürfte daher zunächst einmal die Devise "Safty-First" gelten. Zwar verbreiteten die Fichtelgebirgler bisher bei elf Toren in zehn Spielen nicht gerade Angst und Schrecken, doch haben sie mit Markus Walther (der alleine fünf Treffer beisteuerte) einen echten Knipser in ihren Reihen. Wer seine Kreise einengen soll, sowie die Gesamtaufstellung wollte Schödel bewusst offen lassen. Fest steht, dass er die Qual der Wahl hat. Mit Redondo, Winter, Edelmann und Spindler kommen vier Spieler zurück. Somit steht Schödel erstmals der komplette 23-Köpfige Kader zur Verfügung.