Nach drei Niederlagen in Folge spitzt sich die Lage bei der SpVgg Selbitz immer mehr zu. Mit dem Tabellenzweiten Baiersdorfer SV kommt morgen Nachmittag, Anstoß 15 Uhr, die nächste knifflige Aufgabe auf die Frankenwäldler zu.

Nach der deutlichen 1:4 Niederlage beim bis Dato sieglosen Schlusslicht ASV Veitsbronn-Siegelsdorf wurde unter der Woche bei der SpVgg Selbitz ausgiebig Fehleranalyse betrieben. Frappierend bei den Blau-Weißen ist die schwache und von mittlerweile vielen Gegnern erkannte Rückwärtsbewegung. Auch gegen Veitsbronn fielen nahezu alle Gegentreffer nach dem gleichen Strickmuster: Ballverlust - Konter - Tor. "Wir schaffen es einfach nicht als Mannschaft geschlossen und homogen zu verteidigen. Die einzelnen Mannschaftsteile harmonieren nicht", nimmt sich Schödel von der hereinprasselnden Kritik nicht aus. "Uns fehlt gänzlich das Selbstvertrauen, wir machen einen Fehler und alle Köpfe gehen nach unten. Kurze Lichtblicke, wie der Anschlusstreffer kurz nach der Pause in Veitsbronn, werden durch unerklärliche Abspiel- und Abwehrfehler wieder vollkommen zunichte gemacht", hat auch der erfahrene Sportlicher Leiter Norbert Drobny kein Patentrezept parat. Ausgerechnet jetzt kommt mit dem Baiersdorfer SV die bisherige Überraschungsmannschaft der Landesliga Nordost nach Selbitz. Konnten die Gäste in der vergangenen Saison lediglich Platz sechzehn belegen und sich die Ligazugehörigkeit erst in vier Relegationsspielen hart erkämpfen, so stehen sie aktuell auf einem für viele überraschenden zweiten Rang. Mit Jens Wartenfelser von der SpVgg Greuther Fürth landeten die Krenstädter zudem offensichtlich einen Königstransfer. Mit zehn Treffern und fünf Vorlagen steht der pfeilschnelle Stürmer sinnbildlich für den Höhenflug der Mannschaft von Trainer Thomas Luckner. Apropos Transfers: Auch die SpVgg Selbitz schlug kurz vor Ultimo noch einmal zu. Mit den beiden Rumänen Stefan Pavel und George Patriche erhoffen sich die Verantwortlichen des Frankenwaldklubs neue Impulse. "Vielleicht werfe ich einen oder auch beide gleich rein. Auch aufgrund der Sprachbarriere müssten sie eigentlich unbekümmert an die Sache herangehen", lässt Schödel die Aufstellung bewusst offen. Andre Keilwerth, der in Veitsbronn bereits angeschlagen in die Partie ging und einen rabenschwarzen Tag erwischte, laboriert an Achillessehnenproblemen, sein Einsatz ist fraglich. Keine Option ist hingegen Fernando Redondo, den weiterhin eine entzündete Ferse lahm legt. Mit den beiden Neuzgängen, den aus dem Urlaub zurückgekehrten Kevin Winter sowie den immer mehr zu alter Form findenden Dennis Frank hat Schödel aber einige Alternativen im Köcher.

Aufgebot: Möschwitze (Brunhuber) - Mallik, Schuberth, Damrot, Schott, Winter, Keilwerth (?), Frank, Pavel, Lang, Bernegg, Hager, Patriche, Hübler, Gezer, Findeiß;