Nur drei Tage nach dem schwachen Auftritt gegen Schwabach wollen sich die Frankenwäldler heute, Anstoß 16 Uhr, rehabilitieren. Mit dem ATSV Erlangen kreuzt allerdings ein ganz starker Aufsteiger in Selbitz auf.

"Ich erwarte eine klare Leistungssteigerung, sonst fällt das Selbitzer Wiesenfest für euch am Samstagabend flach", eröffnete Henrik Schödel – freilich mit einem Augenzwinkern – am Donnerstagabend die Spielersitzung des Frankenwaldclubs. Schödel will damit ausdrücken, dass nach der 0:4 Niederlage gegen Schwabach nicht so ohne weiteres zur Tagesordnung übergegangen werden kann, die Lage aber auch nicht über die Maßen dramatisch ist. "Schwabach war uns an diesem Tag überlegen, auch weil bei uns einfach nichts geklappt hat. Solche Tage gibt es. Wir haben das intern aufgearbeitet und konzentrieren uns auf die nächste Aufgabe", will der Trainer den Betriebsunfall abhaken. Sportlicher Leiter Norbert Drobny pflichtet bei: “Wir haben nicht gut gespielt, klar. Aber wir verfallen jetzt auch nicht in Aktionismus", relativiert er die Situation und blickt auf den kommenden Gegner. Mit dem ATSV Erlangen kreuzt heute ein bärenstarker Aufsteiger in Selbitz auf. Die Universitätsstädter haben in den letzten Jahren nämlich mehr geklotzt als gekleckert. Nahezu der komplette Kader verfügt über höherklassige Erfahrung. Ahmet Kulabas (Nürnberg, Burghausen) und Spielertrainer Shiqprian Skeraj (Greuther Fürth, Koblenz) verfügen über Profi Erfahrung. Mit Vincent Amegan steht auch ein ehemaliger Regionalliga Kicker der Hofer Bayern im Kader der Rot-Schwarzen.

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Rückkehrer Marcel Findeiß ist wieder fit.

Mit zwei Siegen haben sich die Erlanger gleich blendend in der neuen Spielklasse zurecht gefunden. “Erlangen verfügt über eine top besetzte Mannschaft mit hoch gesteckten Zielen. Wir müssen in punkto Laufbereitschaft, Wille und Einsatzfreude einen Zahn zulegen”, nimmt Schödel seine Mannschaft an die Kandare. Personell könnte sich bei den Frankenwäldlern einiges ändern. Der zuletzt angeschlagene und schmerzlich vermisste Marcel Findeiß dürfte wieder Gewehr bei Fuß stehen. Auch Andre Keilwerth drängt nach seiner Verletzung wieder in die Startelf. “Es wird sicher den ein oder anderen Wechsel geben”, deutet Schödel eine veränderte Startaufstellung an. Bis auf den verletzten Martin Damrot stehen alle Spieler zur Verfügung.      

Aufgebot:
Möschwitzer, Yilmaz - Spindler, Mallik, Schuberth, Zekic, Schott, Winter, Keilwerth, Frank, Edelmann, Lang, Redondo, Cavelius, Strootmann, Bernegg, Hager, Hübler, Gezer, Findeiß